Die beste (Mulit-)Touch Maus Für Windows

Bis heute ist das in meinen Augen die beste Multitouch Maus von und für Windows. Die kleinere Arc-Maus ist ein wenig mobiler, aber haptisch nicht sonderlich ansprechend. Dagegen schmiegt sich die oben abgebildete, die tatsächlich einfach nur Touch Maus heißt, besser an die eigene Hand an. Sie hat keinen eigenen Namen, nur die griffige Kennung 3KJ-00001.

Verbundenen wird sie mit einem kleinen USB-Empfänger, der auch praktisch in der Maus selbst aufbewahrt werden kann. Auf der Unterseite befindet sich ein dafür vorgesehenes Fach. Dort sitzt auch die Klappe vom Batteriefach. Dass die beiden AA-Batterien nicht mit ihren Polen in entgegengesetzter Richtung eingesetzt werden müssen, verwirrt erst ein wenig, doch irgendwie schmeichelt es dem Wunsch nach Symmetrie in Bezug auf technische Geräte.

Optik

Die Oberseite ist mehr oder minder unauffällig: Das Muster aus Kreuzen und Punkten ist ganz hübsch und die einzelnen Symbole sind fühlbar erhaben, was sich beim Streichen über die Oberfläche angenehm bemerkbar macht. Eine kleine Furche in der Mitte trennt linker von rechter Maustaste. Doch egal auf welche Hälfte Du drückst, es senkt sich die gesamte Oberfläche, die eine einzige Taste ist. Ruht ein Finger links von der Trennlinie, gilt der Tastendruck als Links-, andernfalls als Rechtsklick.

Praktisch ist, dass mit der zugehörigen Software Links- und Rechtsklick vertauscht werden können. So kann die symmetrisch aufgebaute Maus ebenso gut von Links- wie von Rechtshändern verwendet werden.

Gesten

Unterstützt werden Gesten mit bis zu drei Fingern, denen sich mit der Software Funktionen unter Windows zuordnen lassen. Folgende Gesten registriert die Maus: Horizontales und vertikales Scrollen mit einem Finger, Wischen mit zwei Fingern nach links/rechts, Wischen mit drei Fingern nach oben/unten und seitliches Wischen mit dem Daumen nach oben/unten.

Diese Gesten reichen aus, um Fenster zu positionieren maximieren/minimieren, in Ordnern oder im Browser vor oder zurück zu springen und um die multiplen Desktops von Windows 10 zu bedienen. Wer wie ich das stotternde Scrollen von Mausrädern satt hat und lieber glatt, Pixel für Pixel bewegen möchte, der hat unter den Mäusen für Windows keine große Auswahl. Glattes Scrollen funktioniert eben am besten mit berührungsempfindlicher Hardware wie Touchscreens und Trackpads. Kleine Ausnahme ist die MX Masters von Logitech, deren Mausrad auf Knopfdruck frei rollen kann.

Nachteile

Die Schwächen der Maus treten in Videobearbeitungs- oder 3D-Programmen zutage: Einige Programme unterstützen nur das vertikale Scrollen oder reagieren zu schnell bzw. träge auf das vertikale Scrollen. Zwar lassen sich in der Maus-Software Programme angeben, mit denen die Maus nicht gut zusammenarbeitet, aber das scheint mir genauso sinnvoll zu sein, wie einen Fehlerbericht an Windows zu senden.

Bei der Positionierung des USB-Empfängers sollte darauf geachtet werden, dass die Entfernung zwischen Maus und Empfänger maximal drei Meter Luftlinie liegen. Auf größere Entfernungen wird die Verbindung zunehmend instabil.

Fazit

Haptik, Gesten und Software können überzeugen. Auch wenn nicht alle Programme perfekt mit der Maus zusammenarbeiten können, so harmonieren doch die wichtigsten (Browser, Explorer, Office) tadellos mit ihr und mein Workflow hat definitiv davon profitiert. Wer die Möglichkeit hat, den USB-Empfänger in Reichweite einzustecken, kann sich auf die Funkverbindung verlassen und über eine relativ lange Batterielaufzeit freuen, muss aber bedenken, dass die Maus ein Bürohengst ist und nichts neben einem Gaming-PC zu suchen hat.

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