Smarthome Konzept

Das sang- und klanglose Ende von Revolv

Update: Revolv hat auf der eigenen Internetseite nun doch von möglichen Rückerstattungen gesprochen:

How can I get customer support? If you're a current Revolv customer, please email us at help@revolv.com so we can help you out during this transition and provide you with a refund of the purchase price of your Revolv hub.


Revolv ist kleines Gerät, dass Dich Dein Zuhause mit einem Smartphone steuern lässt: Licht, Alarm, Garagentor, you name it. Das Gadget, dessen Hersteller Revolv inzwischen Google gehört, wird bald nicht mehr funktionieren. Auf der Internetseite revolv.com stehen folgende Zeilen:

What happens to my Revolv service? As of May 15, 2016, Revolv service will no longer be available. The Revolv app won't open and the hub won't work. Is my product still under warranty? No. Our one-year warranty against defects in materials or workmanship has expired for all Revolv products.

Eine saubere rechte Gerade ins Gesicht der Kunden.

Wenn der Support für Software eingestellt wird, gibt es meistens irgendeine halbwegs passende Alternative. Als Otto Normalverbraucher finden sich zum Beispiel für Clouds viele Ausweichmöglichkeiten – kaum ein Dienst, der nicht auch von einem Konkurrenten angeboten wird. Zudem ist Software, die über eine längere Zeit genutzt wird, entweder kostenlos, oder finanziert sich über Abonnenten, die nicht mehr zahlen müssen, sobald keine Gegenleistung mehr erbracht wird.

Der Revolv hingegen ist eine Kombination aus Soft- und Hardware, die bald einfach nicht mehr funktioniert, obwohl der Kunde bereits bezahlt hat und sicher eine längere Lebensdauer erwartet hatte und schwer wird nachvollziehen können, warum der im Grunde voll funktionstüchtige Revolv nicht mehr zu gebrauchen sein wird. Will er einen Ersatz, muss er erneut zahlen.

Arlo Gilbert schreibt, er habe mit orchestrierten Lichtern des Hauses, die es im Urlaub so aussehen lassen, als wäre jemand im Haus, ein Stück weit Einbruchsprävention betrieben. Seine Installation wird – zumindest mit dem Revolv – nicht mehr lange funktionieren.

Ein langer Schatten

Der Schlussstrich unter dem Revolv macht nachdenklich: Was könnte noch von einem vorzeitigen und forcierten Ende bedroht sein? Mit Sicherheit gibt es mindestens einen Dienst, von dem auch Du in einem gewissen Maße abhängig bist: Clouds, soziale Netzwerke, Betriebssysteme, NAS, oder Konsolen – eines davon nicht mehr nutzen zu können wäre ein einschneidendes Ereignis. Wir können darauf hoffen, dass sich Hersteller damit sehr unbeliebt machen und deshalb selbst davor zurückschrecken. Trotzdem bleibt ein Restrisiko und dieses Beispiel zeigt, dass es eben doch vorkommen kann.

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