einsteiger aquarium tipps

Aquarium für Einsteiger

In einer kleinen Wohnung ist es wichtig, dass jeder Quadratmeter zweckmäßig genutzt wird. Da bleibt für Schönes meist nur wenig Platz. Aus diesem Grund begab ich mich auf die Suche nach einer platzsparenden Lösung, die – wenn möglich – noch ein wenig Leben in die Wohnung bringen könnte.
Aufgrund der zahlreichen Fehlschläge mit Zimmerpflanzen, die entweder nicht genug Wasser oder Licht bekamen, hatte ich eigentlich schon den Gedanken an Grünzeug zur Dekoration aufgegeben. Der Stumpf vom ehemals prächtigen Drachenfarn hält heute zum Beispiel nur noch als Ständer für eine Sonnenbrille her.

Aktuell versuche ich dem Mangel an Lebendigem im Raum mit einem Nanoaquarium zu begegnen. Ja, ein Aquarium ist arbeitsintensiver als ein Kaktus auf der Fensterbank, wovon übrigens bereits zwei verstorben sind. Der dritte ist in Arbeit. Doch unterschätze nicht meine Motivation! Nachdem ich mich intensiv in das Thema eingelesen habe, fühle ich mich mit ausreichend Halbwissen ausgestattet. Ich fand heraus, dass der Hauptgrund für das Pflanzensterben in dieser Wohnung – nämlich der Lichtmangel – mit meinem Wunsch-Aquarium eliminiert wird: Oben wird schlicht und ergreifend eine Leuchte mit aschfahlem, grellen Licht montiert. Da kann ja nichts mehr schief gehen, oder?

Tipps für Einsteiger

Während meiner umfangreichen Recherche stieß ich auf viele nützliche Informationen, die Dir auch helfen sollten:

  • In ein Nanoaquarium gehören besser keine Fische, sondern vielmehr Pflanzen und süße kleine Garnelen.
  • Komplettpakete sind oft günstiger als der Kauf der Einzelteile. Die Sets enthalten meist all das, was Du für den Anfang brauchst: Nährboden, Kies, Lampe, etc.
  • Pflanzen unterbinden das Algenwachstum. Achte aber darauf, dass sie sich nicht gegenseitig das Licht klauen.
  • Wenn du Pflanzen kaufst, dann lieber in einer Zoohandlung. Die halfen mir bei einer sinnvollen Zusammenstellung, denn längst nicht alle Pflanzen passen zusammen, oder haben eventuell bestimmte Anforderungen an das Wasser.
  • Eine CO² Anlage kann helfen, ist aber nicht unbedingt erforderlich. Probiere es erst einmal ohne aus.
  • Habe Geduld: Bevor die ersten Bewohner einziehen, muss sich erst ein Gleichgewicht im empfindlichen Biotop einstellen.
  • Verschlungene Wurzeln aus Holz sehen cool aus, müssen aber ewig lange in einem extra Behältnis im Wasser liegen, damit sie sich vollsaugen und nicht mehr schwimmen.

Los geht’s!

Als blutiger Anfänger entschied ich mich für ein Komplettpaket. Auf Amazon bestellt, kam es am nächsten Tag an. Der mitgelieferte Nährboden und Kies waren schnell im Aquarium verteilt. Auch Filter und Lampe sind einfach zu installieren. Sie funktionieren einwandfrei und geräuschlos. Allenfalls die Lampe hätte hübscher sein können.

Vor dem Aquarium hatte ich bereits eine schöne hölzerne Wurzel gekauft und einige Tage im Wasser liegen lassen. Zusammen mit sieben Pflanzen, einem Kristallglas und der Behausung von Thaddäus, setzte ich die Wurzel in den gläsernen Würfel. Später kam noch etwas Javamoos und eine Styroporkugel hinzu. Um die Kugel wurde das Moos gewickelt und nun schwebt eine majestätische grüne Kugel unterwasser.

Hölzerne Wurzel und ein Kristallglas im Hintergrund

Das Becken ist auch ohne Bewohner ein netter Blickfang. Ein leuchtendes Grün stahlt in den gesamten Raum und ich habe das Gefühl, diese Pflanzen könnten hier längere Zeit überleben.
Nach zwei Wochen entschied ich, dass mein Miniatur-Ökosystem genug Zeit hatte, um eine Balance zu finden. Also konnten endlich die ersten Garnelen dazukommen.

Die ersten Schwimmer drehen ihre Runden

Sakura ist die Bezeichnung für die japanische Kirschblüte. Ganz im Gegensatz zu ihrem Namensgeber ist die Red Sakura Zwerggarnele jedoch nicht zart rosa, sondern feurig rot. Sie heben sich ganz hervorragend vom saftigen Grün der Pflanzen ab. Red Sakura Garnelen haben den Ruf, sehr robust zu sein und sollten verschiedene Wasserwerte gut vertragen. Deshalb halten sie für mich – die Einsteigerin – in der Erprobungsphase her.
Im Zoofachgeschäft sind diese Garnelen vergleichsweise teuer. Nach eingehender Suche fand sich zum Glück ein Onlineshop, der sie für rund die Hälfte des Preises im Angebot hatte. Bauchschmerzen machte mir dabei aber der Versand. Doch der war am Ende gar kein Problem für die Garnelen. Ganze elf Red Sakura Garnelen mit fünf Babies erreichten mein Aquarium ohne Probleme. Jetzt huschen sie quietschfidel durch das Pflanzendickicht.

In harten Zahlen ausgedrückt, belaufen sich die bisherigen Kosten auf ungefähr 160 €. Bis heute halte ich das für eine sinnvolle Investition. Ich bin sehr zufrieden mit dem Aussehen und der Stimmung des Aquariums. Die Pflege ist nicht sehr zeitintensiv und die laufenden Kosten sind wirklich minimal.
Das Aquarium [af] mit Kies, Boden, Lampe und Filter kostete dabei rund 100 €, die Pflanzen 40 € und die Garnelen 20 €. Wie teuer die Pflanzen waren, hat mich auch überrascht. Doch wenn Du Dir mehr Zeit nimmst, kannst du mit weniger Pflanzen anfangen und warten, bis sie wachsen und ihre Ableger wieder einpflanzen.
Der Reproduktionszyklus der Garnelen ist auch nicht zu verachten. Je nach Art kann alle paar Wochen mit Nachwuchs gerechnet werden. Bedenke dabei, dass eine Garnele pro Stück auf eBay-Kleinanzeigen für bis zu zwei Euro angeboten wird. Der Frage, inwieweit sich mit der Zucht Geld verdienen lässt, widme ich in Zukunft einen weiteren Artikel.

Dieser Artikel enthält sogenannte Affiliate-Links. Sie sind mit dem Zusatz [af] gekennzeichnet. Kaufst Du Produkte über diese Links, dann erhalten wir eine Werbekostenerstattung. Die Produkte werden dadurch für Dich nicht teurer; Du unterstützt damit aber unsere Seite. Mehr Informationen findest Du in der Datenschutzerklärung

Kommentare

Abgeben

Meinungsmanipulation in sozialen Medien

Steuere Dein Zuhause mit dem Raspberry Pi

Geschichte der Leberkäsebrötchen

Journey Review: Federleichte Reise zum Gipfel

Anzeige

Anzeige